15. Sympathisch wirken und gemocht werden: Tipps für mehr Sympathie

Sympathisch zu wirken ist eine wichtige Basis für erfolgreiche Zusammenarbeit. Ohne Sympathie wird es sehr schwer – darüber sind sich die meisten einig.

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Warum aber mögen wir manche Menschen auf Anhieb und andere nicht – auch wenn sie uns nichts offensichtlich getan haben? Tatsächlich ist der oft verwendete Begriff „Sympathie gewinnen“ nicht ganz glücklich gewählt, zutreffender ist es, von „Sympathie aufbauen“ zu sprechen. Warum? Weil es viele Forschungsergebnisse gibt, die zeigen: Sympathie ist kein Zufall, sondern lässt sich ganz gezielt aufbauen. Wie das geht, das zeigt dieses Kapitel.

Warum ist Sympathie wichtig?

Schon der gesunde Menschenverstand und die persönliche Erfahrung der meisten Menschen zeigt: Erst, wer Sympathie gewinnt, schafft damit die Grundlage für gute Beziehungen – sei es am Arbeitsplatz oder im Vertrieb und auch überall sonst.

Forschungsergebnisse zeigen einen deutlichen Zusammenhang zwischen Sympathie und dem Befolgen von Aufforderungen (Frenzen und Davis, 1990; Burger et al., 2001). Egal also, ob man eine Gehaltserhöhung möchte, eine Beförderung, eine Mietwohnung in einem umkämpften Wohnungsmarkt wie München oder einen Krippenplatz – mit guten Beziehungen und Sympathie hat man einen Vorsprung. Das gilt natürlich auch für die Führung von Mitarbeitern. Mit Sympathie hat man bessere Chancen für gute Kommunikation und dafür, dass Mitarbeiter den Wünschen der Führungskraft nachkommen.

Sympathie ist entscheidend, damit andere unseren Wünschen nachkommen – nicht nur für Kinder

Welche Strategien stehen zur Verfügung, damit wir auf andere sympathisch wirken? Das zeigt der nächste Abschnitt.

Sympathisch wirken: Die wirksamsten Strategien

Wie kann man Sympathie bei anderen Menschen aufbauen? Die Forschungsergebnisse lassen sich auf folgende zentrale Strategien zusammenfassen, um  sympathisch zu wirken:

eigene positive Emotion

Ähnlichkeit herstellen

Bekanntheit fördern

Etwas anvertrauen

Komplimente machen

Die folgenden Praxistipps für mehr Sympathie fassen die wesentlichen Punkte zusammen und greifen noch weitere Forschungsergebnisse auf.

Praxistipps

Es versteht sich von selbst, dass nicht ein Führungsstil zu allen Situationen passt. Situative Theorien der Führung berücksichtigen das. Sie versuchen Bedingungen zu identifizieren, die den Erfolg von Führungsverhalten beeinflussen. Dieses Thema behandelt das nächste Kapitel.