16. Sympathie-Tipps: Sympathisch wirken und sympathischer werden

Sympathisch wirken ist eine wichtige Basis für erfolgreiches Miteinander – auch am Arbeitsplatz. Ohne Sympathie wird es sehr schwer – darüber sind sich die meisten einig.
Wie aber Sympathie ausstrahlen und sympathischer werden? Warum mögen wir manche Menschen auf Anhieb als Sympathieträger und andere nicht – auch wenn sie uns nichts offensichtlich getan haben? Dieses Kapitel zeigt die Psychologie dahinter. Tatsächlich ist der oft verwendete Begriff „gewinnen“ nicht ganz glücklich gewählt, zutreffender ist es, von „Sympathie aufbauen“ zu sprechen. Warum? Weil es viele Forschungsergebnisse gibt, die zeigen: Sympathie ist kein Zufall oder Schicksal, sondern lässt sich ganz gezielt aufbauen. Dafür zeigt dieses Kapitel am Ende zahlreiche SympathieTipps. Los geht es mit der Bedeutung im Alltag und der Definition. …

Sympathisch wirken: Sympathie ist entscheidend, damit andere unseren Wünschen nachkommen – nicht nur für Kinder

Bedeutung von Sympathie: Warum sie wichtig ist

Schon der gesunde Menschenverstand und die persönliche Erfahrung der meisten Menschen zeigt: Erst, wer Sympathie gewinnt, schafft damit die Grundlage für gute Beziehungen – sei es am Arbeitsplatz oder im Vertrieb und auch überall sonst.

Forschungsergebnisse zeigen einen deutlichen Zusammenhang zwischen Sympathie und dem Befolgen von Aufforderungen (Frenzen und Davis, 1990; Burger et al., 2001). Egal also, ob man eine Gehaltserhöhung möchte, eine Beförderung, eine Mietwohnung in einem umkämpften Wohnungsmarkt wie München oder einen Krippenplatz – mit guten Beziehungen als Sympathieträger hat man einen Vorsprung. Das gilt natürlich auch für die Führung von Mitarbeitern. Mit Sympathie hat man bessere Chancen für gute Kommunikation und dafür, dass Mitarbeiter den Wünschen der Führungskraft nachkommen.

Was aber genau ist Sympathie? Dazu der nächste Abschnitt.

Sympathie Definition: Was bedeutet sympathisch?

Viele reden von Sympathie aber wenige haben sich die Mühe gemacht, genau zu definieren, was Sympathie ist. Sympathie ist eine positive emotionale Reaktion auf einen Reiz. Meist ist dieser Reiz ein anderer Mensch. Eng verbunden mit der Sympathie ist oft Empathie, das Mitfühlen mit anderen. Tatsächlich stammt das Wort Sympathie auch vom lateinischen Wort für Mitfühlen.

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Sympathie hat daher folgende Definition:

Sympathie bezeichnet die positive emotionale und kognitive Reaktion auf einen Reiz, meist einen anderen Menschen.

Es ist also weniger, dass jemand tatsächlich Sympathieträger ist und diese irgendwie in sich trägt – vielmehr reagieren andere auf ihn mit Sympathie. Und genau dafür kann man etwas tun.

Welche Strategien stehen zur Verfügung, damit wir auf andere sympathisch wirken bzw. diese mit Sympathie auf uns reagieren? Das zeigt der nächste Abschnitt.

Sympathisch wirken: Strategien

Wie kann man Sympathie bei anderen Menschen aufbauen? Eine Übersicht wichtiger Strategien zeigt folgende Abbildung.

Sympathisch wirken: Sympathie aufbauen mit Strategien
Sympathisch wirken: Sympathie aufbauen mit Strategien

Die Forschungsergebnisse lassen sich auf folgende zentrale Strategien zusammenfassen, um sympathisch zu wirken:

eigene positive Emotion

Ähnlichkeit herstellen

Bekanntheit fördern

Etwas anvertrauen

Komplimente machen

Der nächste Abschnitt zeigt die entscheidenden Tipps für mehr Sympathie.

Tipps für Sympathie

Die folgenden Tipps für mehr Sympathie fassen die wesentlichen Punkte zusammen und greifen noch weitere Forschungsergebnisse auf.

Praxistipps

Es versteht sich von selbst, dass nicht ein Führungsstil zu allen Situationen passt. Situative Theorien der Führung berücksichtigen das. Sie versuchen Bedingungen zu identifizieren, die den Erfolg von Führungsverhalten beeinflussen. Dieses Thema behandelt das nächste Kapitel.