2. Objektivität als Gütekriterium

Dieses Kapitel liefert eine Definition von Objektivität als Gütekriterium, stellt Arten von Objektivität vor, diskutiert wie Objektivität gemessen werden kann und gibt Tipps, welche Maßnahmen Objektivität sicherstellen und erhöhen.

Im Laufe der Zeit haben sich einige Gütekriterien entwickelt, mit denen die Qualität wissenschaftlicher Daten, Methoden aber auch ganzer Untersuchungen eingeschätzt werden kann. Die traditionellen drei Gütekriterien sind Objektivität, Reliabilität und Validität. Wie kann Objektivität definiert werden?

Das Gütekriterium Objektivität bezeichnet die Unabhängigkeit der Ergebnisse von den Personen, die bei der Ergebniserstellung beteiligt sind.

Anhand des Forschungsprozesses kann man verschiedene Arten von Objektivität abgrenzen, wie folgende Abbildung zeigt.

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Abbildung: Arten und Messung von Objektivität

Die verschiedenen Arten von Objektivität sind:

Durchführungsobjektivität

Auswertungsobjektivität

Interpretationsobjektivität

Objektivität lässt sich sowohl mit einer Person als auch zwischen mehreren Personen erheben. Entsprechend den unterschiedlichen Eigenschaften und Verhaltensweisen der am Forschungsprozess beteiligten Personen kann man die interindividuelle Objektivität entlang der Forschungsschritte berechnen. Aber auch ein und dieselbe Person kann sich je nach Tagesform und Stimmung deutlich im Einfluss auf Versuchsergebnisse unterscheiden. Dies nennt man intraindividuelle Objektivität.

Praxistipps

Das nächste Kapitel stellt das Gütekriterium Reliabilität vor.