3. Skalenniveaus bei der Messung von Variablen

Skalierung führt zu einem Kontinuum von Werten auf dem Merkmalsträger (Produkte, Personen etc.) eingeordnet werden. So können etwa Personen eingeordnet werden, je nachdem wie positiv ihre Einstellung zum Elektronikhandelsriesen Saturn ist oder je nachdem wie ausgeprägt ihre Leistungsmotivation als Mitarbeiter ist.
Je nach Eigenschaften eines Merkmals und den zugeordneten Werten, haben die entstehenden Skalen unterschiedliche Eigenschaften. Man spricht von Skalenniveaus. Folgende Abbildung gibt einen kompakten Überblick über Skalen und deren Eigenschaften.

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Abbildung: Skalenniveaus

Mit verschiedenen Skalenniveaus lassen sich unterschiedliche mathematische Berechnungen durchführen. Ebenso hängen der Informationsgehalt und Möglichkeiten der Interpretation vom Skalenniveau ab. Daher können die Skalen in einer Rangordnung betrachtet werden. Folgende Skalen lassen sich unterscheiden:

Nominalskala

Ordinalskala

Intervallskala

Ratio- oder auch Verhältnisskala

Absolutskala

Auf einer übergeordneten Ebene wird in kategoriale Skalen (Nominal- und Ordinalskala) und metrische bzw. kardinale Skalen (Intervall- und Ratioskala)  unterschieden. Berechnungsprozeduren von niedrigeren Skalenniveaus können immer auch für höher liegende Niveaus angewandt werden, umgekehrt gilt dies jedoch nicht. So ist für die Nominalskalierung nur die Berechnung des Modus (also des am häufigsten vorkommenden Wertes) erlaubt. In der Ordinalskala ist zusätzlich die Berechnung des Medians (des Wertes in der Mitte einer Häufigkeitsverteilung) möglich. Ab Intervallskalenniveau kann das arithmetische Mittel (der Durchschnitt aller Werte) über Median und Modushinaus verwendet werden.