10. Ingenieurspsychologie, Kognitive Ergonomie, Usability und Human Faktors

Unter verschiedenen Bezeichnungen hat sich eine Disziplin entwickelt, die sich empirisch mit dem Erleben und Verhalten von Menschen in der Interaktion mit der technischen Umwelt befasst. Mit unterschiedlichem Fokus, jedoch sehr stark überlappend haben sich die Begriffe Ingenieurspsychologie, Kognitive Ergonomie, Usability und Human Factors gebildet.
Ziel ist die effiziente, fehlerfreie, angenehme und effektive Gestaltung des interagierenden Gesamtsystems aus Mensch und Umweltobjekt (meist Maschine aber auch Dingen wie Getränkeflaschen etc.).

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Abbildung: Mensch-Maschine Interaktion

 

Wichtige Einsatzbereiche der Ingenieurspsychologie sind:

  • die Gestaltung von Maschinen (etwa Baumaschinen, Industriemaschinen, Automobile) zur schnellen, fehlerfreien, sicheren und angenehmen Nutzung von Arbeitern
  • das Optimieren von Gebäuden, Schiffen oder Flugzeugen für Wohlbefinden, Flucht im Notfall, schnelles Einsteigen und Verhaltensziele (etwa leichte Orientierung und langer Aufenthalt im Kaufhaus)
  • Gestaltung und Optimierung von einfachen Konsumprodukten (Verwendbarkeit von Getränkeflaschen, Kleidungsstücken, Verpackungen, Zubereitung und Genuss von Lebensmitteln)
  • Entwicklung und Optimierung von Software und Homepages

Die von der Ingenieurspsychologie eingesetzten Forschungsmethoden entsprechen der vollen Bandbreite psychologischer Forschungsmethoden und reichen von Befragungstechniken wie Nutzerbefragungen, Experteninterviews bis hin zu Beobachtungstechniken (etwa Tracking von Nutzern einer Homepage) und Usability-Tests.