25. Konflikt vorbeugen: Konfliktprävention

Einige Konflikte sind positiv zu werten, viele Konflikte sind eher negativ in der Wahrnehmung. Das betrifft insbesondere dysfunktionale Konflikte auf der Beziehungsebene. Konflikte kommen meist nicht aus dem Nichts, sondern sind oftmals durch Bedingungen im Umfeld von Menschen entstanden. Und man kann diese Rahmenbedingungen so gestalten, dass Konflikt weniger wahrscheinlich wird.

Ursachen für Konflikt

Sollen Konflikte vermieden werden oder ein bestehender Konflikt reduziert werden, dann ist die Kenntnis der Rahmenbedingungen für Konflikt wesentlich. Konflikt ist umso wahrscheinlicher, je mehr diese Rahmenbedingungen für Konflikt zutreffen (vgl. v. Rosenstiel, 2007):

überflüssiger Koordinationszwang

unklare Verantwortlichkeiten und Rollen

starke Gruppenbildung

zu unterschiedliche Teammitglieder

Nullsummen-Situationen

Gefühl der Fremdbestimmung

 Konflikten vorbeugen: Prävention

Die Ursachen für Konflikte geben auch Hinweise zur Vorbeugung und Lösung von Konflikten.

Praxistipps

Idealerweise entsteht durch diese Maßnahmen erst einmal gar kein Konflikt oder der Konflikt wird gelöst. Wird ein Konflikt nicht gelöst, so besteht die Hoffnung, dass er von selbst verebbt, etwa weil das Thema nicht mehr präsent ist, um das gestritten wurde. Allerdings besteht hier die Gefahr einer Konfliktverschiebung auf die Beziehungsebene. Beziehungskonflikte sind dann umso schwerer zu lösen. Zudem besteht die Gefahr, dass sich Konflikte ausweiten. Bisher völlig unbeteiligte Personen werden dann in den Konflikt hineingezogen und schließlich selbst Partei.

Oft genügen derartige strukturelle Maßnahmen nicht, um einen Konflikt zu lösen. Im nächsten Kapitel wird deshalb ein Lösungsprozess für Konfliktsituationen vorgestellt.