24. Konflikt: Kriterien und Arten

Spannungen zwischen Einzelpersonen oder Teams bestehen immer, aber ab wann kann wirklich von einem Konflikt gesprochen werden? Der Übergang ist natürlich fließend aber es gibt einige klare Anhaltspunkte für einen Konflikt.

Kriterien für einen Konflikt

Die Kriterien für einen Konflikt sind (vgl. v. Rosenstiel, Molt & Rüttinger, 2005):

  • es besteht eine Spannungssituation,
  • zwei oder mehrere Parteien sind beteiligt,
  • die Handlungspläne werden von den Beteiligten als unvereinbar wahrgenommen,
  • es besteht bei den Beteiligten Bewusstsein über die Gegnerschaft.

Diese vier Kriterien lassen einige Schlussfolgerungen für Konflikte zu. Eine bloße Verschiedenheit von Meinungen reicht also nicht aus, wenn diese nicht zu unvereinbaren Handlungsplänen führen und sich die Parteigen zudem wechselseitig darüber bewusst sind. Darüber hinaus kommt es auch nicht zum Konflikt, wenn eine Partei der anderen noch so schadet, so lange sich die andere Partei dessen nicht bewusst wird. Und eine Partei muss der anderen Partei gar nicht tatsächlich mit unvereinbaren Handlungsplänen schaden, damit es zum Konflikt kommt – es genügt wenn die andere Partei glaubt, dass dies so sei.

Arten von Konflikten

Es gibt ganz verschiedene Arten von Konflikten. Diese können auf dem Dimensionen funktional vs. dysfunktional, manifest vs. latent und Sachkonflikt vs. Beziehungskonflikt angesiedelt werden.

funktionale Konflikte

dysfunktionale Konflikte

latente und manifeste Konflikte

Sachkonflikt

Beziehungskonflikte

Praxistipps

Das nächste Kapitel befasst sich mit der Vermeidung von Konflikten und ersten strukturellen Lösungsansätzen.