14. Kompetenzen für Teams: Teamkompetenz

Nicht zuletzt verspricht man sich von Teamarbeit einen Nutzen, da verschiedene Kompetenzen der Mitglieder sich idealerweise ergänzen sollten. Was sagt die Forschung dazu und welche generellen Kompetenzen sind förderlich für Teamarbeit? Auf welche Merkmale von potenziellen Mitgliedern für Teams sollten Führungskräfte achten? Dazu das Wesentlichste in diesem Kapitel.

Teamkompetenzen

Neben den spezifischen Kompetenzen für einzelne Rollen im Team gibt es Fähigkeiten, die bei Teammitgliedern generell positive Effekte auf die Teamleistung haben und hoch ausgeprägt sein sollten. Das sind Kompetenzen, deren Bedeutung über die reine individuelle Leistung bei der Aufgabe hinaus geht, so genannte Teamkompetenzen. Welche Kompetenzen sind das?

Intelligenz

T-Kompetenz

generalistische Kompetenz

soziale und kommunikative Fähigkeiten

Selbständigkeit und Eigenverantwortung

Konfiguration von Kompetenzen in Teams

Gerade bei komplexen Prozessen werden interdisziplinäre Teams mit unterschiedlichsten Fähigkeiten und Kompetenzen benötigt. Heterogenität bei den erforderlichen Kompetenzen führt zu überlegener Leistung vergleichen mit Teams, die hier keine Vielfalt aufweisen (Keck, 1997). Auch die im Kapitel zuvor diskutierten positiven Effekte von demographisch diversen Teams bei Ideenfindung und Entscheidungen scheinen vor allem an unterschiedlichen Fähigkeiten zu liegen, die mit demographischer Vielfalt bei Alter, Geschlecht und Kultur oft einhergehen (Amason & Schweiger, 1994).

Dabei ist die Leistung des Teams nicht automatisch die Summe aus den einzelnen Kompetenzen. Gerade bei Team-Sportarten wie Fußball zeigt sich oft, dass Mannschaften mit eigentlich schwächeren Einzelspielern dennoch gewinnen können. Es geht also um mehr als die individuellen Kompetenzen alleine. Nicht nur Motivation und spezielle Teamfähigkeiten spielen hier eine Rolle, sondern auch die Konfiguration der Kompetenzen der einzelnen Mitglieder.

puzzle.jpg
Abbildung: Komplementäre Kompetenzen

Die Kompetenzen sollten sich also je nach Aufgabe sinnvoll ergänzen, also komplementär verteilt sein. Der Gedanke an ein Fußballteam macht das deutlich. Um wirkliche Höchstleistung zu bringen braucht es einen guten Torwart, eine gute Abwehr, ein gutes Mittelfeld, gute Stürmer, einen guten Kapitän usw.– und natürlich einen guten Trainer, der das alles sinnvoll zusammen konfiguriert, um gegen einen bestimmten Gegner zu gewinnen.

Praxistipps

Das folgende Kapitel bespricht die Rolle der Persönlichkeit von Mitgliedern in einem Team.