9. Fragen mit Einfachauswahl oder Mehrfachauswahl

Fragen mit Einfachauswahl (Single Choice) finden sich nahezu in jedem schriftlichen Fragebogen. Meist sind dies sogenannte Klassifikationsfragen, mit denen der Teilnehmer einer Gruppe zugeordnet wird, etwa einem Geschlecht oder einer Berufsgruppe.
Beispiel: “Sie sind: … “.


Item_Einfachauswahl.png
Abbildung: Item mit Einfachauswahl

Tipps zur Anwendung:

Die Anzahl der Alternativen sollte möglichst alle möglichen Kategorien beinhalten, um den Teilnehmern eine klare Einordnung zu ermöglichen.
Auch dürfen sich die Kategorien nicht inhaltliche überlappen, um nicht zu verwirren und eindeutige Zuordnung zu erlauben.
In der Regel wird man eine Kategorie “Sonstiges” anbieten, bei der ggf. auch ein freies Feld zur Texteingabe angeboten wird.

Wichtig zu beachten ist hier ein Reihenstellungseffekt. Personen neigen dazu die ersten Kategorien häufiger anzukreuzen, mittlere Kategorien meist besonders selten.  Anders ist es bei skalierten Fragen, dort tendieren Menschen dazu sich in der Mitte einzuordnen, weil sie dies für die Norm halten. Daher sollten die Alternativen zumindest bei Onlineerhebungen und mündlichen Befragungen rotiert werden.

Bei der Dateneingabe und Auswertung können Fragen mit Einfachauswahl als einzelne Spalte geführt werden. Man würde dort etwa “weiblich” mit 1 und “männlich” mit 2 codieren.

 

Eng verwandt mit Fragen mit Einfachauswahl sind Fragen mit Mehrfachauswahl (Multiple Choice).
Hier geht es meist nicht um Klassifikation der Teilnehmer, sondern um Häufigkeitsvergleiche.
Beispiel: “Über welche Elektrogeräte verfügen Sie in Ihrem Haushalt: …”.


Item_Mehrfachauswahl.png
Abbildung: Item mit Mehrfachauswahl

 

Auch hier ist zu beachten, dass die Kategorien sich nicht überlappen und nach Möglichkeit zufällig rotiert vorgegeben werden.

Fragen mit Mehrfachauswahl müssen bei der Dateneingabe als getrennte Spalten geführt werden. Jede Teilfrage kann hier beispielsweise die Werte 0 (nicht angekreuzt) oder 1 (angekreuzt) annehmen.